Wie ihr bestimmt schon festgestellt habt, ist Bionik eines der häufigeren Themen in meinem Weblog. Außerdem ist es mein Studienfach. Deshalb im Folgenden eine kurze Beschreibung:
Bionik ist nichts besonders Neues. Schon Leonardo da Vinci und Otto Lilienthal haben bei ihren Erfindungen von der Schöpfung gelernt. Das Wort setzt sich zusammen aus Biologie und Technik. Die beste Übersetzung ins Englische ist „biomimetics“. Doch das trifft es nicht ganz. Denn Bionik heißt nicht einfach die Natur nachzuahmen. Ein Bioniker versucht in der Natur Dinge zu verstehen und das Verstandene in anderem Kontext anzuwenden und für Menschen zu nutzen.
Die Vorbilder existieren (noch) reichlich: ca. 20 Mio Arten von Lebewesen gibt es auf der Erde. Jeder dieser Organismen ist in seiner Gestalt optimal an seinen Kontext angepasst. Seine Strukturen, Werkstoffe, Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Systeme,… ermöglichen ihm auf effiziente Weise alles, was lebensnotwendig ist. Um die zusammenwirkenden Aspekte halbwegs nachvollziehen zu können, braucht man Leute aus vielen verschiedenen Gebieten. Deshalb ist Bionik interdisziplinär – am besten man arbeitet im Netzwerk…
Bionik verdient vielleicht nicht den Hype, der darum gemacht wird. Aber eine Erfindung, bei der man zwanzig Jahre später entdeckt, dass die Natur eine viel bessere Lösung liefert, ist ärgerlich.
Deshalb werde ich auf diesem Blog hin und wieder Beispiele bringen für geniale Fähigkeiten der Natur und tolle Übertragungen in die Technik. Ich hoffe das ist auch für euch inspirierend!


