Jacques Lusseyran: „Das wiedergefundene Licht“

By blogomotivführer

Noch ein Buch, das ich schon vor längerem gelesen habe und von dem ich gerne hier posten möchte:

In seinem Buch „Das wiedergefundene Licht“ erzählt Jacques Lusseyran die Geschichte seiner Kindheit und Jugend. Zwar hat er in seinem achten Lebensjahr seine Augen verloren, aber gerade deshalb ist es begeisternd, wie bildhaft er schreibt und wie seine Bilder von Licht und Farben durchdrungen sind. Gerade seine Blindheit schützt ihn vor einer objektivistischen Sicht, die alles aus der Distanz betrachtet. Daher kann man von ihm mehr über das Sehen lernen als bei vielen, die sehenden Auges Bücher geschrieben haben.

Und so erlebt man sein Leben vor dem zweiten Weltkrieg und im französischen Widerstand mit und erfährt von Menschen, Wahrnehmung, Geschichte…

Mich hat dabei besonders Lusseyrans Sprache, aber eben auch seine Wahrnehmung fasziniert. Ein spannendes Buch.

2 Antworten zu „Jacques Lusseyran: „Das wiedergefundene Licht““

  1. Werner Schneider sagt:

    Ich habe das Buch auch zwei drei mal gelesen.
    Man kann fast sagen, dass Blindheit sehend machen kann.

    Werner Schneider/Switzerland/Biel

  2. Alban Fenle sagt:

    Jacques Lusseyran hinterließ ein wirklich wunderbares und inspirierendes Buch für jeden, der sagt, dass es mehr geben muss als das, was die fünf Sinne uns von der Wirklichkeit zu berichten scheinen. Höchst empfehlenswert. Wer nach einer Praxis sucht, diese Art zu sehen zu erlernen, dem sei „Ein Kurs in Wundern“ empfohlen.

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