Als ich neulich vom Institut über den Campus nach Hause ging, kam ich an einem Rudel streunender Hunde vorbei, die sich um irgendetwas Erbeutetes stritten – zum Glück. Ich weiß ja nicht, was sie gemacht hätten, wenn sie nicht so beschäftigt gewesen wären.
Als ich letzten Sonntag mit dem Bus aus der City zurückkam, musste ich mal wieder die Kreuzung vorm Campushaupteingang überqueren. Ich stand also am Straßenrand und wartete auf eine Gelegenheit. Ein streunender Hund hatte scheinbar dasselbe Vorhaben . Die Ampel wird rot, die Flut der Motorrikschaws, Mopeds, Motorräder, Autos und Busse kommt zum stehen. Ich laufe los, bis zur Mitte der Straße, jetzt ist der Gegenverkehr dran. Aber lieber nicht warten, bis die Ampel für den Streifen auf dem ich gerade stehe wieder grün wird. Eine Lücke im Gegenverkehr, nichts wie los. Hoffentlich dreht der Streunehund nicht durch, wenn er mich rennen sieht. Aber ganz im Gegenteil, der hat die Lücke auch gesehen und rennt. Die andere Seite der Straße ist erreicht, der Hund wirkt auch erleichtert – noch nie war mir ein Streunehund so sympathisch.