Letzte Woche habe ich mein Projekt vorerst beendet – nur der Projektreport und einige auswertende Untersuchungen sind noch uebrig geblieben. Das Kernproblem an dem ich gearbeitet habe ist, wie der „bionische Transfer“ von einem biologischen Vorbild in einen technischen Gegenstand eigentlich funktioniert, was dabei uebertragen wird und wie man das am besten mit ein paar Richtlinien unterstuetzen kann. Zum Beginn meiner Zeit hier habe ich mich deshalb erstmal in das Hauptthema des IdeasLab eingearbeitet: Designforschung. Designforschung ist notwendig, damit Designer moeglichst effizient zu moeglichst guten Loesungen fuer alle moeglichen Probleme kommen. Also versucht man herauszubekommen, was Designer eigentlich erreichen wollen – meist wollen sie einen Gegenstand mit einer Funktion entwerfen oder einen Gegenstand mit einer Funktion verbessern. Damit sie dabei moeglichst erfolgreich und kreativ sind, entwickeln die Designforscher Designprozesse, Methoden und Hilfsmittel zur Loesungsfindung. Bionik ist aus dieser Perspektive auch ein solches Hilfsmittel, aber bis jetzt gibt es nur wenige Vorschlaege, wie man das systematisch macht. In die existierenden Bionikmethoden habe ich mich zu Beginn auch eingelesen. Und dann habe ich Beispiele fuer bionisches Design, biologische Vorbilder und entsprechende technische Produkte, wie zum Beispiel Haihaut und aerodynamisch guenstige Rillenfolie, Wasserlaeufer und Miniroboter und Lotusblatt und selbstreinigende Farbe, untersucht und versucht Muster zu entdecken. Auf dieser Grundlage habe ich dann ein paar Vorschlaege entwickelt, wie man bei einem Transfer von einem biologische Vorbild zu einem technischen Produkt vorgehen soll. Dabei ist vieles noch ziemlich unklar, einige Schritte konnte ich auch schon recht konkret beschreiben. Und zuletzt haben wir noch Untersuchungen gemacht, ob Designer mit diesen Richtlinien besser oder schneller vorankommen oder nicht. Die Untersuchungen sind nicht fertig geworden, deshalb gibt es da noch etwas zu tun. Ueber Bionik habe ich auf jeden Fall etwas gelernt.